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hello, we wellcome you

Ich glaube, nein, ich weiß, dass ich nichts weiß. Und ich weiß auch, dass wir das schon alle von Sokrates kennen.

3.12.06 03:03


ramm den Stein

Sie wollen mein Herz am rechten Fleck,

doch seh ich dann nach untenweg,

da schlägt es in der linken Brust,

der Neider hat es schlecht gewusst,

links.

 

Ich will, dass ihr mir vertraut

Ich will, dass ihr mir glaubt

Ich will eure Blike spüren

Jeden Herzschlag kontrollieren

Ich will eure Stimmen hören

Ich will die Ruhe stören

Ich will, dass ihr mich gut seht

Ich will, dass ihr mich versteht

Ich will eure Fantasie

Ich will eure Energie!

Könnt ihr mich hören? Wir hören dich!

Könnt ihr mich sehen? Wir sehen dich!

Könnt ihr mich fühlen? Wir fühlen dich!

Ich versteh euch nicht!

 

 

rrrrrrrrrrrrraaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhrrrrrrrr

 

 

 

5.12.06 22:03


..und die Menge schreit: Spring! Erlöse dich! Spring! Enttäusch mich nicht! Spring für mich! Spring

Eine Frau steht auf einem Hochhaus, die Arme ausgebreitet und nach hinten gestreckt, beim Versuch zu fliegen, doch sie hat keine Flügel, und ihr Gesicht ist erfüllt von Entsetzen.

tausend Sonnen brennen nur für mich allein

 

19.12.06 00:29


verLust

Es ist an einem Samstagabend kurz vor Mitternacht. Ted hat sie um elf Uhr abgesetzt, und sie ist gerade dabei einzuschlafen, befindet sich im Stadium des Abgleitens, in dem das bewußte Denken seine Konturen verliert, als das Telefon läutet. Lily kann es kaum fassen: es ist Will. "Wie hast du meine Nummer rausgekriegt?", fragt sie ihn. Sie ist schwach, wie betäubt von der der soeben verlorenen Entspannung. "Es gibt in ganz Chicago nur eine L. Beach. Das war kein allzu großes Risiko. Lily, ich bin hier. Ich bin in Chicago." "Was tust du denn hier?" "Ich will dich sehen." Einen Moment lang verschläg es ihr die Sprache. " Ich verstehe nicht", sagt sie schließlich."Ich dachte einfach, wenn ich gleich herfahre, dann musst du mich treffen. Ich habe Sandra verlassen, vor zwei Wochen. Ich wollte schon früher anrufen, aber ich habe befürchtet, du sagst, dass du mich nicht sehen willst." "Du hast sie wirklich verlassen?" "Trennung auf Probe. Also, kann ich kommen? Die Adresse weiß ich" "Es ist doch so spät. Ich liege schon im Bett." "Um so besser. Ich habe keine Bleibe." "Mein Portier wird aber Fragen stellen." "Dann sage ich, ich bin dein Vetter Will." "Ich habe nichts zum Frühstücken da. Ich gehe samstags nie einkaufen." Ich will dich doch nur sehen." Wieder schweigt sie. Sie denkt zurück, wie sehr sie ihn damals geliebt hat und wie sehr er ihr weh getan hat mit seiner Unentschlossenheit, seinem unersättlichem Verlangen und seiner Herrschsucht. [...] "Und du hast nicht mal in Erwägung gezogen, dass ich vielleicht einen anderen haben könnte, dass ich mit jemand anderem zusammen bin?" "Ehrlich gesagt, nein, das habe ich nicht bedacht. Bist du das denn?" "Nein."

Es heißt "suche/finde/gehe deinen Weg". Doch was, wenn man sich auf einer Kreuzung befindet, sich für einen Weg entschließt, doch bei näherer Betrachtung eine Schranke wahrnimmt? Was dann? Wenn die dürren Ärmchen es nicht vermögen, die eiserne Kraft der Schicksalsschranke zu überwinden? Ist es klüger auszuharren, hoffend auf ein Wunder? Oder etwa einen anderen, einen neuen Weg zu beschreiten, die unperfekte zweite Wahl?

Und vorallem, wieso weiß keiner die Antworten auf meine Fragen?

24.12.06 01:01


Gesellschaft - ein Wintermärchen

Da bringt jemand das größte Opfer, auf dieser Welt vorstellbar, ruft auf zur Freiheit, nach langen Qualen, will Anarchie unters Volk mischen, da versteht jemand die Welt und die sie beherrschende Gesellschaft, hat die Seuche Angst in Wut verwandelt, ist verzweifelt und will grenzenlose Gerechtigkeit, will Aufmerksamkeit, will das Feuer zum lodern bringen. Was erreicht er? Bäumt sich die, von der Gesellschaft verdrängte Menge endlich auf? Reagiert gar die Gesellschaft selbst mit plötzlicher Einsicht? Nein. Die Gesellschaft zeigt lachend auf seine Leiche. Genauer: die Politiker vertuschen und verändern Tatsachen, die Medien suchen und finden ein Motiv, dass für jeden RTL-Zuseher leicht begreiflich ist --> Computerspiele machen leer und brutal, die gemeine Masse folgt dem Hinweisschild der Medien lächzend und brüllt "Politiker, Meister, bitte bitte tut etwas dagegen, solch Geschehnisse tun uns'ren Kinders nicht gut, sie mögen diese Computerspielchen doch so sehr, schafft die anderen, die bösen dummen Tölpel weg aus uns'rem Land, für unser Land", sodass wiederum die Politiker lächelnd ein "Waffen sind in Schulen verboten"-Gesetz aufrufen, welches doch eigentlich schon längst in Wirkung ist. Und die von der Gesellschaft ausgestoßenen? Sie sitzen still in ihren Kämmerchen und schmieden einen noch raffinierteren Streich ((Selbst-) Mord), oder weinen eine einzelne Träne für die verlorene Seele eines Kämpfers, gar manche verarbeiten die Geschichte des Einen zu einem ausdrucksvollem Filmclip, um seine Ehre zu wahren?, doch die meisten von ihnen bestätigen mit ihrer schlichten Ignoranz, wie weit sich die Krankheit schon ausgebreitet hat. Nicht mal ne Woche wurde ihm gewidmet. So wie keiner, der den Wunsch nach Individualismus verspürt, seinen letzten Schrei hörbarmachen kann. Gesellschaft.

R.I.P.

 

26.12.06 04:43





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